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Wien/pos, 16. April - Die Totalsperre der Donau in Folge des Kosovo-Konflikts und der Nato-Bombardements in Jugoslawien betrifft die Transporte von Agrargütern kaum. Einhellig sprechen Agrarhandel, Ölmühle Bruck und Fettwarenindustrie in Österreich davon, daß Ölsaatenlieferungen aus Rumänien oder Bulgarien bisher nur in vernachlässigbaren Mengen zur Deckung des kurzfristigen Bedarfs erfolgt seien. Getreide wurde ohnehin hauptsächlich über die EU-Häfen und nicht über Constanza am Schwarzen Meer gehandelt. Die Unterbrechung des Wasserweges sei daher derzeit kein Thema. Im Frachtverkehr mit Kohle und Erz beklagen die fünf großen österreichischen Donaureedereien dagegen einen täglichen Ausfall von 5 Mio. öS (umgerechnet etwa 710.000 DM).
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