Jahresabschluss

Dow erhofft sich Aufschwung

Der Dow-Geschäftsbereich „Agricultural Sciences" meldet für das Gesamtjahr 2016 einen Umsatz mit Pflanzenschutz und Saatgut von rund 6,2 Mrd. US-$. Er liegt damit zwar noch um 3 Prozent unter dem bereits schwachen Vorjahr. Allerdings hat sich die Tendenz im zweiten Halbjahr ins Positive gedreht.

Neue Wirkstoffe bringen Umsatz

Als Umsatztreiber nennt das Unternehmen den neuen Herbizidwirkstoff Arylex und den neuen Insektizidwirkstoff Isoclast. Beide sind weltweit in zahlreichen Märkten eingeführt worden. In Deutschland erwartet das Unternehmen die Zulassung für erste Herbizide mit Arylex in diesem Frühjahr. Im globalen Konzern hat Dow im zweiten Halbjahr 2016 außerdem von einem regen Saatgutgeschäft in Südamerika profitiert.

Die Gewinnkennzahlen im Agrargeschäft haben sich im Gesamtjahr 2016 verbessert. Dow berichtet von einem Anstieg des operativen Gewinns vor Abschreibungen (Ebitda) ohne Sondereinflüsse um 14 Prozent auf 976 Mio. US-$.

Weite Produktpalette
Dow Chemicals hat 2016 einen Konzernumsatz von gut 48 Mrd. US-$ erzielt. Die Verkäufe von Pflanzenschutz und Saatgut haben zum Gesamtumsatz 13 Prozent beigesteuert. Die wichtigeren Sparten im Konzern sind Kunststoffe und Spezialchemikalien. Dow mit Hauptsitz in Midland im US-Bundesstaat Michigan beschäftigt gut 50.000 Mitarbeiter. Die Zentrale der Dow-Agrarsparte befindet sich in Indianapolis im US-Bundesstaat Indiana. (db)
Für das Jahr 2017 verspricht sich der US-Konzern nach der Wahl des neuen Präsidenten vor allem im Chemiegeschäft Aufwind durch geplante Infrastrukturmaßnahmen. Generell richtet Dow im gesamten Konzern den Blick auf die geplante Fusion mit DuPont. Beide Konzerne haben die Entscheidung vor gut einem Jahr verkündet.

Geht alles wie geplant über die Bühne, entsteht in den USA das größte Chemieunternehmen der Welt. Im Agrarsektor würde das fusionierte Unternehmen mit den addierten Umsätzen Syngenta überholen. Noch umsatzstärker würde jedoch Bayer, wenn der Kauf von Monsanto genehmigt wird. Doch für alle diese Vorhaben stehen die Genehmigungen der Kartellbehörden noch aus, die besonders intensiv prüfen. Im Fall Dow und DuPont will die EU-Kommission bis Mitte März entscheiden. (db)
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