Halbjahresbericht

Dow setzt auf Innovationen


Dow verbucht im 1. Halbjahr 2015 in der Sparte Agricultural Sciences einen Umsatz von 3,6 Mrd. US-$. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum beträgt der Rückgang 10 Prozent. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ist – bereinigt um Sondereinflüsse – um 12 Prozent auf 664 Mio. US-$ gesunken. Die Einbußen stammen aus beiden Quartalen dieses Jahres, wobei sich die Abwärtsbewegung im 2. Quartal 2015 etwas abgeschwächt hat.

Zur Begründung nennt das Unternehmen geringere verkaufte Mengen sowie ungünstige Währungseinflüsse. Der Absatzrückgang stammt vor aus Nord- und Südamerika. In Europa meldet Dow dagegen einen höheren Absatz, wobei hier der Währungsnachteil aber besonders ausgeprägt war. Insgesamt beurteilt das US-Unternehmen die globalen Agrarmärkte zurzeit als eher schwach. Dow will mit neuen Produkten dagegen halten, die nach Angaben des Unternehmens bereits im 1. Halbjahr 2015 ein höheres Wachstum generiert haben.

In der Agrarchemie gehört Dow zu den fünf großen forschenden Unternehmen. Der Deutschland-Chef Scott Boothey hat kürzlich angekündigt, dass der Wirkstoff Arylex, der bereits in China und Kanada in Getreideherbiziden zugelassen ist, für deutsche Landwirte ab dem Jahr 2017 zur Verfügung stehen könnte. Folgen sollen dann innovative Getreidefungizide, deren Wirkstoff auf einem neuen Mode of Action (MoA) beruhen. (db)
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