Halbjahresbilanz

Dow spürt hohe Handelsbestände


Chemiekonzern mit Agrarsparte
Dow Chemicals hat 2015 einen Konzernumsatz von 49 Mrd. US-$ erzielt. Die Verkäufe von Pflanzenschutz und Saatgut haben zum Gesamtumsatz 13 Prozent beigesteuert. Die Zentrale der Dow-Agrarsparte befindet sich in Indianapolis im US-Bundesstaat Indiana. Sitz der deutschen Agraraktivitäten ist München (Pflanzenschutz) und Rastatt (Saatgut). (db)
Der Dow-Geschäftsbereich „Agricultural Sciences" meldet für das 1. Halbjahr 2016 einen Umsatz mit Pflanzenschutz und Saatgut von rund 3,2 Mrd. US-$. Er liegt damit um 11 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Geringer ist mit minus 6 Prozent der Rückgang des um Sondereinflüsse bereinigten Ergebnisses vor Zinsen und Steuern und Abschreibungen (Ebitda).

Als Gründe für das schwache Abschneiden im 1. Halbjahr 2016 nennt der Konzern die Kaufzurückhaltung der Landwirte wegen der niedrigen Agrarpreise, die hohen Pflanzenschutzmittelbestände im Agrarhandel sowie ungünstige Währungsrelationen. Dow berichtet zwar von höheren Umsätzen mit den neuen Insektiziden auf Basis des Wirkstoffs Spinetoram und den neuen Arylex-Herbiziden. Dagegen stehen aber deutliche Umsatzrückgänge bei den traditionellen Wirkstoffen. Der Saatgutsektor hat trotz der Zuwächse im Maissegment wegen erheblicher Rückgänge bei Sonnenblumen und Sojabohnen zweistellig verloren.

In seinem Ausblick sprach der Dow-Vorstandsvorsitzende Andrew Liveris am Donnerstag weiterhin von ungünstigen makroökonomischen Rahmenbedingungen, denen sein Unternehmen mit einer „resoluten“ Fokussierung begegnen möchte. Außerdem steht für Dow der Zusammenschluss mit DuPont bevor. Dazu ist allerdings noch die Erlaubnis der Kartellbehörden erforderlich. (db)
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