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Die Landwirte müssen gewaltig an der Kostenschraube drehen, um sich den Anforderungen der Agrarreform zu stellen, sagte Prof. Alois Heißenhuber von der TU München in einem Interview mit der Agrarzeitung Ernährungsdienst. Größte strukturelle Veränderungen sieht der Agrarökonom in der intensiven Rindviehproduktion und bei den Milchviehbetrieben. "Die Frage ist nicht einen teuren oder billigen Stall zu bauen, sondern einen billigen oder gar keinen", schlussfolgert er hinsichtlich des Investitionsverhaltens. Der Strukturwandel werde sich aber lange hinziehen, weil auslaufende Betriebe ohne Abschreibungen kalkulieren. Daher produzieren sie bis zur meist generationsbedingten Betriebsaufgabe günstiger als Zukunftsbetriebe. (gk)
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