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"Der Anstieg des Dieselkraftstoffes um 40 Prozent seit Januar 1999 schwächt unsere Landwirte im Wettbewerb erheblich. Diese drastische Verteuerung lässt sich auch durch die intensivsten Rationalisierungsmaßnahmen nicht annähernd ausgleichen", erklärte Norbert Schindler, Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd. Schindler fordert mit Nachdruck die Bundesregierung auf, in der Land- und Forstwirtschaft Agrardiesel zu Heizölsteuersätzen zuzulassen. Erst vergangene Woche habe die französische Regierung gezeigt, welche Gestaltungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Mit Wirkung zum 21. September 2000 müssten die französischen Landwirte nur noch eine um 30 Prozent verringerte Mineralölsteuer von 11 Pfg/l Heizöl bezahlen. Deutsche Landwirte hingegen zahlten durch die Öko-, Mineralöl- und Mehrwertsteuer insgesamt 96 Pfg/l an Steuern. Somit sei der Kraftstoffpreis der französischen Konkurrenten mittlerweile mit 71 Pfg/l weniger als halb so teuer wie in Deutschland. Schindler hoffe, dass die Bundesregierung in dem Gespräch mit dem Deutschen Bauernverband (DBV), Bonn, Einsicht signalisiere. Andernfalls werde man auch einen Schulterschluss zum Transportgewerbe suchen und zu gemeinsamen Demonstrationen aufrufen.(ED)
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