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Eine "Drei-Klassen-Gesellschaft" unter den Ökolandwirten will Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister, Till Backhaus, verhindern. Eine bessere Förderung für Neueinsteiger, wie sie das Bundesverbraucherschutzministerium plane, reiche nicht aus.

Vorreiter im Ökolandbau hätten vor einigen Jahren unter ungünstigen Förderbedingungen angefangen und wären für fünf Jahre an diese gebunden. Daneben gebe es Landwirte, die nach der Extensivierungsrichtlinie 2000 wirtschafteten. Die wären jetzt besser gestellt, weil die Fördersätze nicht mehr schrittweise abgesenkt würden. Sie kämen aber erst 2004/2005 in den Genuss der geplanten höheren Förderung.

Backhaus fordert, die Fünf-Jahres-Verpflichtungen aufzuheben und allen Ökobauern gleich günstige Förderbedingungen einzuräumen. Grundsätzlich ist der Minister der Meinung, dass eine massive Ausweitung des Ökolandbaus nichts bringe, wenn die Nachfrage nach Ökoprodukten fehle. So hätten Studien ergeben, dass im günstigsten Falle nur 20 Prozent der Bürger ökologisch erzeugte Produkte kaufen würden. (Bm)
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