Rucon

Drohne leitet Landmaschine

"In der nächsten Zeit werden die Maschinenringe und die Lohnunternehmer zunehmend auf Drohnentechnologie setzen", ist Dr. Jörg Ruppe, Geschäftsführer des vor fünf Jahren von ihm in Thüringen gegründeten Unternehmens Rucon Engineering sicher. Und als nächstes kämen die Landwirte, erklärt er auf einer Forumsveranstaltung auf der Agritechnica. 
 
  
Flexibler Datensammler: Ein Rucon-Drohnenmodell.
-- , Foto: kbo
Flexibler Datensammler: Ein Rucon-Drohnenmodell.

Ruppe blättert eine ganze Palette an Einsatzmöglichkeiten auf. Die reichen von der Feldvermessung über die Erstellung von Biomassekarten, die Ermittlung von Leckagen und Schäden aller Art bis zur Volumenberechnung, zum Beispiel von Zuckerrübenmieten. Je nachdem, mit welchem Sensor die Drohne eben bestückt sei.
 
Seiner Meinung nach wird der Einsatz noch sehr viel mehr Dynamik erfahren. Seine „Lieblingsvision“ ist, dass Leitdrohnen auf dem Feld die unter ihnen fahrenden Landmaschinen steuern. Die generierten Daten könnten dann unmittelbar für die Feldbearbeitung genutzt werden. Auch werde daran gearbeitet, dass Drohnen die Arbeit von Bienen übernehmen könnten, versichert Ruppe.
 
Derzeit seien die rechtlichen Rahmenbedingungen noch begrenzende Faktoren, zum Beispiel, dass nur auf Sicht geflogen werden dürfe. Auch müsse die gesellschaftliche Akzeptanz noch zunehmen. „Die Menschen werden sich daran gewöhnen müssen, dass bald überall Drohnen fliegen. Glauben Sie mir. Das wird kommen“, erklärt Ruppe. (kbo)
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