Druck am Rapsmarkt wird bleiben

1

Die Preise für Rapssaat haben sich seit Ende Juli 2004 deutlich nach unten entwickelt. Angesichts der guten Ernteergebnisse, die erwartet werden, wird der Angebotsdruck bleiben, berichtet die Agrarzeitung in ihrer heutigen Ausgabe. Die Ölmühlen haben sich bis zum Jahresende gut mit Rapssaaten versorgt. „Deshalb hofft der Handel nach dem Preisrutsch der vergangenen Tage jetzt auf Exportmöglichkeiten von hiesiger Rapssaat, um den Markt zu entlasten“, meinte ein internationaler Rapshändler. In den zurückliegenden zwei Wochen sind die Preise für Rapssaat an den Märkten in Hamburg und Rostock um etwa 20,- € auf 200,- €/t, angeliefert in den Seehäfen Hamburg und Rostock, gefallen. Damit ist europäischer Raps jetzt gegenüber dem kanadischen Canola-Raps im Export wieder konkurrenzfähiger.

Die künftige Preisentwicklung am Markt für Rapssaaten wird entscheidend von der Nachfrage bei den Pflanzenölen bestimmt. Die erwarteten guten Sojaernten dürften zu einer Entspannung der Märkte für Proteinfuttermittel führen. An den europäischen Märkten für pflanzliche Öle zeigen die Notierungen, dass Rapsöl mit Notierungen von 513,- €/t fob Rotterdam relativ gut nachgefragt wird. Gegenüber dem Sojaöl erzielt das Rapsöl derzeit bis zum Januar 2005 Prämien von über 40,- €/t. Es wird vermutet, dass trotz des höheren Angebotes an Rüböl die gute Nachfrage die Preise stabil halten wird. Sollten sich die Vorhersagen einiger Händler und Makler an den Märkten in Rotterdam und Hamburg bewahrheiten, ist eine Preiserholung am Rapsmarkt mindestens bis zum Herbst/Winter 2004 nicht zu erwarten. (Ps)

stats