DuPont: Mit Infrarot Fälschungen auf der Spur


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Der Pflanzenschutzmittelhersteller DuPont will in der kommenden Saison erstmalig, gefälschte Pflanzenschutzmittel mit Hilfe der Nahinfrarot-Spektroskopie (NIR) aufspüren. Ein mobil einsetzbares NIR Spektroskop, das sowohl im Labor als auch im Feld schnell verlässliche Daten liefert, könne innerhalb von zwei Minuten DuPont-Sulfonylharnstoffe von nicht DuPont-Ware unterscheiden, teilt das Unternehmen mit. Für die Reflexionsmessung sei keine Probenaufbereitung erforderlich. DuPont hat diese Nachweismethode bereits in verschiedenen Europäischen Märkten, in denen in jüngster Zeit vermehrt gefälschte Pflanzenschutzmittel aufgetreten seien wie etwa in Deutschland oder Polen, getestet.

Bei dieser Methode wird Nah-Infrarot Licht verwendet, um charakteristische Muster der chemischen und physikalischen Struktur einer Substanz zu messen. Die Methode ist laut DuPont so präzise wie eine Laboranalyse, jedoch erheblich schneller. Das Spektroskop muss zwar für jede Substanz separat kalibriert werden, könne aber auch für andere Pflanzenschutzmittel angewendet werden. Mit Hilfe von NIR könne ferner nicht nur zwischen Original und Fälschung unterschieden werden, sondern auch zwischen verschiedenen Formulierungen eines Wirkstoffes. (AW)

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