Neunmonatszahlen

DuPont erhöht Gewinn

Endspurt
DuPont erzielt gut 40 Prozent seines Konzernumsatzes im Agrarsegment. Dazu wiederum steuern Pflanzenschutzmittel etwa 30 Prozent und Saatgut der Marke Pioneer etwa 70 Prozent bei. DuPont steht kurz vor dem Zusammenschluss mit dem US-Wettbewerber Dow Chemicals. Das fusionierte Unternehmen Dow-DuPont soll anschließend in drei Teilkonzerne – Landwirtschaft, Grundchemie und Spezialchemie – aufgespalten werden. (db)
DuPont de Nemours, Wilmington/Delaware, hat im 3. Quartal 2016 mit 1,1 Mrd. US-$ einen Agrarumsatz etwa auf der Höhe des Vorjahrszeitraums erzielt. Es handelt sich im Konzern allerdings traditionell um ein schwaches Quartal, weil ein großer Teil des Agrarumsatzes mit der Saatgutmarke Pioneer erzielt wird. Das Geschäft mit dem wichtigen Maissaatgut läuft aber erst im 4. Quartal richtig an. Deswegen fährt DuPont im 3. Quartal auch regelmäßig mit seinen Agraraktivitäten einen operativen Verlust ein. Er konnte in diesem Jahr aber im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 189 Mio. US-$ verringert werden, meldet der Konzern weiter.

Für den Neunmonatszeitraum Januar bis September 2016 weist DuPont einen Umsatz mit Pflanzenschutz und Saatgut von rund 8,1 Mrd. US-$ aus. Er liegt um 1,5 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Verbessert um 4,5 Prozent hat sich dagegen das operative Segmentergebnis. Es beträgt im aktuellen Neunmonatszeitraum 1,8 Mrd. US-$.

Kartellbehörden prüfen eingehend

Für den Gesamtkonzern äußerte sich der Vorstandsvorsitzende Ed Breen am Dienstag bei der Präsentation der Ergebnisse zuversichtlich, im Jahr 2016 den Gewinn um 30 Prozent im Vergleich zum – allerdings sehr enttäuschenden – Vorjahr steigern zu können. Darüber hinaus konzentriert sich die Konzernführung auf den geplanten Zusammenschluss mit Dow Chemicals, für den nur noch der Segen der Kartellbehörden fehlt. Die Prüfungen ziehen sich jedoch noch hin, insbesondere auch in Europa, wo die EU-Kommission eingehende Untersuchungen der Wettbewerbssituation am Pflanzenschutz- und Saatgutmarkt durchführt. Breen rechnet damit, dass der Merger im 1. Quartal 2017 über die Bühne gehen kann.

Intensive Prüfungen stehen gleichermaßen für die geplante Übernahme von Syngenta durch ChemChina an. Auch in Basel hieß es am Dienstag, dass mit einem Abschluss im 1.Quartal 2017 zu rechnen sei. (db)
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