Jahresabschluss

DuPont erhöht Gewinn

DuPont de Nemours, Wilmington/Delaware, verbucht im Agrargeschäft 2016 einen Umsatzrückgang um 3 Prozent auf rund 9,5 Mrd. US-$. Davon führt das Unternehmen 2 Prozent auf ungünstige Währungsrelationen und 1 Prozent auf einen Rückgang der Absatzmengen zurück. Die Profitabilität hat sich jedoch verbessert. DuPont berichtet von einem Anstieg des operativen Ergebnisses um 7 Prozent auf 1,76 Mrd. US-$.

US-Farmer brauchen weniger Maissaatgut

Für das 1. Quartal 2017 rechnet das Unternehmen mit einem schwächeren Maissaatgutgeschäft, weil vor allem die US-Farmer voraussichtlich die Anbaufläche zugunsten von Soja einschränken werden. Etwas kompensiert werden diese Einbußen, weil DuPont im 1. Quartal 2017 noch Saatgutverkäufe verbucht, die bereits im 4. Quartal 2016 abgeschlossen worden sind. Hier handelt es sich nach Angaben des Unternehmens um Sondereffekte durch ein geändertes Timing der Auslieferung von Saatgut im Süden der USA.

Konzernstrategie
DuPont erzielt 39 Prozent des Konzernumsatzes von 24,6 Mrd. US-$ im Agrarsegment. Dazu wiederum steuern Saatgut der Marke Pioneer etwa 70 Prozent und Pflanzenschutzmittel etwa 30 Prozent bei. DuPont steht kurz vor dem Zusammenschluss mit dem US-Wettbewerber Dow Chemicals. Das fusionierte Unternehmen soll anschließend in drei Teilkonzerne – Landwirtschaft, Grundchemie und Spezialchemie – aufgespalten werden. (db)
Im Gesamtkonzern hat DuPont 2016 mit 24,6 Mrd. US-$ etwa 2 Prozent weniger umgesetzt als im Vorjahr. Der Gewinn nach Steuern legte dagegen um 18 Prozent auf 2,95 Mrd. US-$ zu. Allerdings hatte der Vorstandsvorsitzende Ed Breen Ende Oktober noch einen Gewinnanstieg um 30 Prozent in Aussicht gestellt – im Vergleich zum sehr enttäuschenden Vorjahr. Obwohl diese Marke nicht erreicht worden ist, sprach Breen am Dienstag bei Vorlage der Jahreszahlen davon, dass die eigenen Erwartungen übertroffen worden seien. Er nannte insbesondere die Kostensenkungen und die verbesserten Margen, die insgesamt den Cash Flow verbessert und den Nettogewinn gesteigert haben.

Kartellprüfungen dauern an

Zu den laufenden Verhandlungen über den geplanten Zusammenschluss mit Dow sagte Breen, dass es „konstruktive Diskussionen“ mit den Wettbewerbsbehörden gebe. Er äußerte die Erwartung, den Merger im 1. Halbjahr 2017 abschließen zu können. Auch hier werden bisherige Erwartungen nicht erfüllt, denn eigentlich sollte das Vorhaben im 1. Quartal 2017 über die Bühne gegangen sein. Doch die Prüfungen ziehen sich hin, insbesondere auch in Europa, wo die EU-Kommission eingehende Untersuchungen der Wettbewerbssituation am Pflanzenschutz- und Saatgutmarkt durchführt. Mehrfach hat sie deswegen schon die Deadline für die Entscheidung im Fall Dow-DuPont verschoben. Jetzt ist der Spruch für Mitte März angekündigt. In den USA wiederum ist noch nicht ausgemacht, wie sich die neue Regierung verhält. Ein einflussreicher Agrarberater von Präsident Donald Trump hatte sich kürzlich gegen alle geplanten Zusammenschlüsse in der Agrarchemie ausgesprochen. (db)
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