Schwacher Start

DuPont verliert Absatz in den USA

US-Farmer säen weniger Mais aus. Saatgutanbieter haben Einbußen.
-- , Foto: DuPont
US-Farmer säen weniger Mais aus. Saatgutanbieter haben Einbußen.

Zum 1. Quartal 2014 berichtet der US-Chemiekonzern DuPont de Nemours, dass der Umsatz mit Pflanzenschutz und Saatgut gegenüber dem gleichen Quartal des Vorjahres um 6 Prozent auf 4,4 Mrd. US-$ zurückgegangen ist. Damit endet eine mehrjährige Phase des Wachstums, die dem Konzern 2013 im Agrarbereich sogar einen zweistelligen Umsatzanstieg beschert hatte.

Als Grund für die aktuelle Schwäche im Agrargeschäft nannte DuPont-Chefin Ellen Kullman heute bei der Vorlage der Quartalszahlen die anhaltende Kälte in den USA. Hinzu komme der rückläufige Maisanbau in den USA und in Brasilien, der für die Saatgutsparte Pioneer die Absatzmöglichkeiten bremst.

Die Herbizidverkäufe in den USA sind nach ihren Angaben ebenfalls geringer als im Vorjahr ausgefallen. Außerdem hatte Kullman bereits im Januar berichtet, dass US-Landwirte Ende 2013 einige Saatgutkäufe von Mais vorgezogen hätten, die jetzt in den aktuellen Umsatzzahlen fehlen.

Der Rückgang in den USA konnte auch nicht durch Wachstum im europäischen Markt kompensiert werden. DuPont berichtet hier im 1. Quartal 2014 von höheren Agrarumsätzen auf Grund des frühen Vegetationsstarts.

Die Agrarsparte von DuPont hatte im Gesamtjahr 2013 einen Umsatz von rund 11,7 Mrd. US-$ erreicht. Dazu steuerte Saatgut von DuPont Pioneer rund 70 Prozent bei. (db)
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