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Kurzfristig werden Düngemittel teuer bleiben. Trotz der weltweit großen Nachfrage nach Düngemitteln, ist die Versorgung in Deutschland und Europa gesichert. Dies erklärte Prof. Hermann Kuhlmann, Geschäftsführer Yara GmbH, Dülmen, heute auf der Pressekonferenz des Industrieverbandes Agrar (IVA) e.V. in Frankfurt am Main. Die Landwirte müssen für Düngemittel in diesem Frühjahr tiefer in die Tasche greifen. Kalidünger sind um 100 Prozent gegenüber dem Vorjahr teurer geworden, Phosphatdünger um 200 Prozent und Stickstoffdünger 80 Prozent, führte Kuhlmann aus. Doch dürften die Landwirte mit den höheren Düngerpreisen zurechtkommen, weil die Erlöse für Weizen wesentlich stärker gestiegen seien. Das Düngejahr 2006/07 (Juli/Juni) sieht Kuhlmann im Rückblick mit einem weinenden und lachenden Auge. Die Trockenheit im April 2006 führte zu einem jähen Ende des Düngemittelabsatzes. Um 10 Prozent ist der Absatz von Stickstoffdüngern auf knapp 1,6 Mio. t N gesunken ist. Hingegen stieg der Inlandsumsatz der IVA-Mitglieder im Fachbereich Pflanzenernährung auf 1,05 Mrd. €, was einer Zunahme um 12 Prozent gegenüber Vorjahr (937 Mio. €) entspricht. Zusammen mit den Exporten erzielten die Düngemittelhersteller in Deutschland einen Gesamtzumsatz von 2,4 (2,07) Mrd. €. (da)
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