1

Ein Ende der hohen Preise für Stickstoff-, Kali- und Phosphatdünger ist derzeit nicht in Sicht. Die internationalen Notierungen für die Leitprodukte Ammoniak und Harnstoff steigen unaufhörlich und verteuern die Produktion. Landwirte werden sich in der neuen Saison im Frühjahr 2006 auf weiter steigende Düngemittelpreise einstellen müssen. Die durchschnittlichen KAS-Preise werden bei 175 bis 180 EUR/t ab Landlager gesehen, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst vom Pflanzenschutz- und Düngemittelhandelstag in dieser Woche auf Burg Warberg. Vor allem China und Länder in Lateinamerika sind große Nachfrager nach N-Düngern auf dem Weltmarkt. In den USA werden immer mehr Düngefabriken geschlossen, da für einige Hersteller die Produktion wegen der hohen Gaspreise unrentabel wird. Neue Düngerwerke entstehen in den großen Verbrauchsgebieten in Asien und am Schwarzen Meer, wo Ammoniak günstig hergestellt werden kann. "Auch für einige europäische Produzenten wird bei den Gaspreisen die Luft immer dünner", erklärte Yara-Verkaufsleiter Dr. Olaf Günther-Borstel. Für Deutschland sieht er keinen Versorgungsengpass. Allerdings dürfte der Trend anhalten, dass der Verbrauch von N-Düngern jährlich um einen Prozentpunkt zurückgeht.(da)
stats