Düngemittel erfreuen Cargill

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Der US-amerikanische Agrarkonzern Cargill Inc., Minneapolis, bleibt im 1. Halbjahr seines Geschäftsjahres 2009 (Juni/Mai) hoch profitabel. Für die sechs Monate von Juni bis November 2008 gibt der Konzern einen Nettogewinn von 2,7 Mrd. US-$ bekannt. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 43 Prozent stammt allerdings allein aus der Beteiligung an der Düngemittel-Holding „The Mosaic Company“, einer der weltweit führenden Hersteller und Vermarkter von Phosphat- und Kalidüngern. Ohne diese Erträge aus dem Düngemittelgeschäft hat Cargill im 1. Halbjahr 2009 aber immerhin das hohe Vorjahresniveau im Nettogewinn halten können. Das Geschäftsjahr 2008 hatte dem Konzern ein Rekordergebnis gebracht. Für die weitere Entwicklung räumt Cargill-Chef Greg Page ein, dass sein Unternehmen nicht „immun“ gegenüber der Finanzkrise sei. Er hofft jedoch auf einen Ausgleich zwischen den vielfältigen Geschäftsfeldern und Ländern.

Cargill ist in 67 Ländern tätig und erzielte 2008 einen Umsatz von 120 Mrd. US-$. In Deutschland betreibt Cargill drei Ölmühlen (Mainz, Riesa, Salzgitter), eine Mälzerei (Salzgitter), Stärkefabriken (Barby, Krefeld) sowie den Getreide- und Futtermittelhandel. Hinzu kommen Lebensmittelzutaten sowie Biodieselaktivitäten in Wittenberge zusammen mit der Agravis. (db)

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