Eine ausgeglichene Humusbilanz ist für Erhaltung der Ertragsfähigkeit der Böden von großer Bedeutung. Berliner Forscher untersuchen, wie viel Humus durch die Düngung mit Biogas-Gärresten in den Boden zurückgeführt wird. Bei hohen Anteilen von Energiepflanzen und einer Ganzpflanzenverwertung ist eine ausgeglichene Humusbilanz in der Regel nur über die Düngung mit organischen Reststoffen möglich. Diese erfolgt im Biogasbereich überwiegend auf Basis von Gärrückständen. Wie gut die Humusreproduktionsleistung unterschiedlicher Gärrestqualitäten tatsächlich ausfällt, ist noch mit Unsicherheiten verbunden.

Wissenschaftler des Instituts für Agrar- und Stadtökologische Projekte (IASP) an der Humboldt-Universität zu Berlin führen bis 2014 umfangreiche Versuche dazu durch, teilt die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) in Gülzow mit. Mit Hilfe von Versuchen im Labor und Gewächshaus sowie anhand von Freilandversuchen wird die Humusreproduktion genau erfasst. Dabei würden vorwiegend Gärprodukte aus Nawaro-Anlagen untersucht. Außerdem steht der Einfluss des Faktors Gärrestqualität im Fokus, etwa in Form verschiedener Ausgangssubstrate. Die Ergebnisse sollen in die Verbesserung der gängigen Humusbilanzmethoden einfließen und der Praxis zur Verfügung gestellt werden, so die FNR. (az)
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