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Ungarn hat möglicherweise in diesem Frühjahr mit einer Düngemittelknappheit zu kämpfen, meldet Agra Europe London. Der Grund seien fortschreitende Produktionsprobleme bei der einzigen Düngemittelfabrik Ungarns. Zwar wird erwartet, dass Nitrogénmuvek Zrt die Produktion Ende Januar wieder aufnehmen wird, nachdem die Fabrik vom Land finanziell unterstützt worden ist. Dennoch rechnen ungarische Marktbeobachter mit Schwierigkeiten, die von den Landwirten benötigten 650.000 bis 700.000 t Dünger tatsächlich hergestellt zu bekommen. Ungarn werde sich auch nicht auf Importe stützen können, da Nachbarländer ihre Produktionsmenge entweder reduziert oder vor dem Hintergrund der aktuellen Gasknappheit ganz eingestellt haben. Experten prognostizieren allerdings ohnehin einen Nachfrageeinbruch von bis zu 50 Prozent wegen der hohen Preise vom vergangenen Jahr und dem Beinahe-Zusammenbruch des Getreidemarktes. (ED)
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