Noch immer steigt Rauch aus der 30 km vor Helgoland havarierten „Purple Beach" auf, die Rauch- und Gaswolke sei aber deutlich reduziert worden, wird Michael Friedrich, Sprecher des Cuxhavener Havariekommandos, in mehreren Medienberichten zitiert. Messungen hätten ergeben, dass keine explosive Atmosphäre mehr herrsche.

Immer noch könne aber niemand an Bord, um den Frachter zu fluten und so den Brand zu löschen, so Friedrich. Ein Sicherheitsradius von 5 km um den Frachter sei eingerichtet worden.

Zudem hat sich eine riesige Wolke gebildet, die nach Düngemitteln riecht und inzwischen bis an die Küste gelangt ist. Das Havariekommando warnt die Menschen in den küstennahen Landkreisen daher vor Geruchsbelästigung.

In den Landkreisen Wittmund, Friesland, Cuxhaven, Ammerland, Wesermarsch sowie in den Städten Wilhelmshaven und Bremerhaven sollte die Bevölkerung den Berichten zufolge vorsorglich Fenster und Türen geschlossen halten.

Noch bestehe keine Gefahr für die Umwelt. Das würde sich allerdings ändern, sollte Dünger ins Meer geraten. Die Ladung des Frachters ist brisant. Denn ein Grundstoff von Dünger ist Ammoniumnitrat; ein Salz, das auch für die Herstellung von Sprengstoff verwendet wird und bei Hitze reagieren kann.

Am Montagabend hatte die Besatzung der „Purple Beach" Rauch in einem der Laderäume des 193 m langen Frachters bemerkt. (az)
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