Düngersparte von BASF vor Verkauf


Der norwegische Düngerkonzern Yara gilt als aussichtsreicher Kandidat, die Düngersparte der BASF SE, Ludwigshafen zu übernehmen. Bis 2012 will sich BASF von den Anlagen trennen. "Kein Kommentar", sagte Olaf Günther-Borstel, Kaufmännischer Leiter der Yara-Deutschland gegenüber agrarzeitung.de. Damit bezieht er Stellung zu den Übernahmegerüchten von Teilen des Düngemittelgeschäftes der BASF durch Yara während des Seminars "agrarzeitung vor Ort", in dieser Woche in Rostock. "Wir kommentieren grundsätzlich keine Marktspekulationen", heißt es auch auf Anfrage bei der BASF.

Im Frühjahr hatte der Ludwigshafener Konzern bekannt gegeben, sich von den Düngeranlagen in Antwerpen und seinen Anteil an dem Werk in Ottmarsheim/Frankreich zu trennen. Die Düngeranlage in Ludwigshafen ist vom Verkauf ausgenommen, da diese in die Verbundproduktion im Unternehmen eingebunden ist. Als aussichtsreiche Bieter gelten Yara und der ägyptische Bau- und Düngerkonzern Orascom. Als möglicher Kaufpreis werden 500 Mio. € genannt, bis Ende des Monats könnte eine Entscheidung fallen.

Keine Hinweise über mögliche Auswirkungen bei einem Verkauf kommen aus Kassel von der K+S, AG. Die Tochtergesellschaft K+S Nitrogen in Mannheim, vertreibt die Düngemittel aus der BASF-Produktion. Der Liefervertrag gilt bis 2014. Somit könnte es zu einem vorzeitigen Vertragsausstieg von Seiten der BASF kommen. Börsenanalysten beziffern einen möglichen Abschlag auf 100 Mio. €, den K+S erhalten würde. K+S bekundet immer wieder, sich auf das Geschäft mit Kalidüngern und Salz konzentrieren zu wollen. (da)
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