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Die andauernde Hitze und Dürre haben in ganz Jugoslawien die Erträge der Landwirtschaft mehr als halbiert. Das könnte im bevorstehenden Winter zu einer Hungersnot führen, sagte Janko Cobrda, Landwirtschaftssekretär der Stadtregierung von Novi Sad, nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Beta in dieser Woche. Es fehle an Viehfutter, so dass schon 50 Prozent der Viehbestände hätten geschlachtet werden müssen. Dies und die niedrigen vom Staat garantierten Ankaufpreise würden Versorgungsschwierigkeiten im Herbst verursachen. Besonders betroffen sind Mais- und Sojakulturen. In Serbien haben Hitze und Dürre die Weizenernte stark verringert. Nun werden nach Angaben regimeunabhängiger Landwirtschaftsexperten auch bedeutende Einbußen bei der Maisernte erwartet, die anstatt der erwarteten 6 Mio. t bei 4 Mio. t liegen dürfte. Die Weizenernte von 1,8 Mio. t dürfte in diesem Jahr knapp zur Deckung des Eigenbedarfs reichen, schreibt der Informationsdienst AIZ, Wien. (ED)
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