Dürre gefährdet Mais- und Sojaanbau in Argentinien

Die anhaltende Dürre in den argentinischen Provinzen Buenos Aires, Santa Fe, Córdoba und La Pampa nimmt an Dramatik zu. Für einige Regionen wurde bereits der Notstand ausgerufen. Die landwirtschaftliche Gesellschaft Argentiniens (SRA) befürchtet  wegen Trockenheit Verluste von 40 Prozent beim Sojaanbau und bis zu 70 Prozent bei der Maisernte gegenüber dem Vorjahr. Das Niederschlagsniveau liegt nach Angaben der SRA auf dem niedrigsten Stand seit 40 Jahren und die Dürre sei eine der drei schwersten der letzten 100 Jahre.
 
Der Landwirtschaftsminister hat für den morgigen Donnerstag eine Notfallkommission einberufen. In der Vorwoche wurde den Kleinbauern in den betroffenen Regionen eine Unterstützung von 3,5 Millionen US-Dollar zugesagt und für sechs Gemeinden der Notstand erklärt. Die Situation sei sehr ernst. Sollte die Dürre bis Ende Januar anhalten, stehe Argentinien vor einem ernsten Produktionsproblem, heißt es in Agenturmeldungen. Landwirtschaftsexperten befürchteten bereits eine ähnliche gravierende Situation wie im Jahr 2008. Der ausbleibende Regen wird erneut auf das  Klimaphänomen La Niña zurückgeführt.
 
Verschiedene Analysten haben in den vergangenen Tagen ihre Prognosen für die südamerikanischem Mais- und Sojabohnenernten schon revidiert. Am morgigen Donnerstag wird das US-amerikanische Landwirtschaftsministerium USDA seine neuen Ernteschätzungen veröffentlichen. Es wird damit gerechnet, dass auch das USDA die Erntezahlen für Brasilien und Argentinien nach unten korrigieren wird. Der Januar Report gilt als besonders brisant, denn er löste in den Vorjahren starke Preisausschläge mit höchst zulässigen Kuranstiegen oder Kursrückgängen aus. (St)
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