Durch Kapazitätenstilllegung feste Preistendenz bei Düngemitteln

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In der westeuropäischen Stickstoffindustrie werden die Unternehmen im Rahmen der seit Anfang 1999 laufenden Stilllegungswelle bis Ende diesen Jahres an insgesamt 13 Standorten Produktionskapazitäten für etwa 4,5 Mio. t Ware aus dem Markt genommen haben, teilt die Hydro Agri Deutschland GmbH, Dülmen, mit. Davon seien etwa 2,5 Mio. t Kalkammonsalpeter/Ammonnitrat, 1,5 Mio. t NP/NPK-Sorten, 300.000 t Harnstoff und 100.000 t AHL betroffen.
Es handle sich nicht lediglich um Umstrukturierungen, sondern um permanente Werkschließungen, die nicht wieder rückgängig gemacht werden können. Deshalb sei zu erwarten, dass der seit Anfang des Jahres feste Trend der Märkte von Dauer sein dürfte. Die feste Tendenz auf den Weltmärkten stütze das europäische Preisniveau zusätzlich. So habe sich beispielsweise der Harnstoffpreis ab den Schwarzmeerhäfen gegenüber Ende 1999 mehr als verdoppelt. Preisfestigend wirken auch Kapazitätsanpassungen der nordamerikanischen Düngerindustrie im Umfang von etwa 2,4 Mio. t Ware, so Hydro Agri Deutschland weiter.
Auch die von China geäußerte Absicht, das Importverbot für Harnstoff aufzuheben und den Import von NPK und DAP zu erleichtern, sei ein Stabilitätsargument. Auf den hiesigen Märkten werden sich auch die Antidumping-Maßnahmen der EU-Kommission gegen AHL-Importe aus osteuropäischen Staaten festigend auf den AHL-Markt auswirken. (ED)
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