E10-Einführung in Österreich offen

In Österreich ist eine gesetzlich vorgeschriebene höhere Beimischung von Bioethanol in Benzin umstritten. Die Produktion im Land könnte einen steigenden Bedarf decken. Für diesen Herbst ist die Einführung von Benzin mit einem Anteil von 10 Prozent Bioethanol (E10) in Österreich vorgesehen. Doch bislang können sich Politiker nicht auf ein exaktes Datum einigen. Im Rahmen der Diskussion meldet sich nun die Agrana AG, Wien, als einziger Hersteller von Bioethanol in Österreich zu Wort. „Für E10 in Österreich müssen keine zusätzlichen Ackerflächen herangezogen werden", stellt das Unternehmen klar.

E10 sei ein probates Mittel, Treibhausgase im Verkehrssektor einzusparen, wirbt Gerhard Wlodkowski, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, um eine zügige Einführung. Überdies sei Österreich bemüht, alle Fehler zu vermeiden, die in Deutschand Anfang 2011, als der Treibstoff E10 an den Tankstellen eingeführt werden sollte, zu vermeiden. Schon zu einem frühen Zeitpunkt seien mit allen Verbänden, Tankstellenbetreibern und Politikern Gespräche geführt worden, um die Öffentlichkeit rechtzeitig über die neue Kraftstoffsorte zu informieren. Unklare Mehrheitsverhältnisse in der österreichischen Regierung verzögern derzeit die Verhandlungen, sodass noch kein genaues Datum feststeht, wann E10 an den Tankstellen zur Verfügung steht. (da)
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