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Die Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) berechnet den Kaufpreis für landwirtschaftliche Flächen nach den Vorschriften des Entschädigungs- und Ausgleichsleistungsgesetzes (EALG) künftig anders als bisher. Zwar wird die Begünstigung in Höhe von 35 Prozent auch weiterhin gewährt, Berechnungsgrundlage ist jedoch ab sofort der unverminderte Verkehrswert, teilt die BVVG mit. Grundlage für die Änderung seien Vorgaben des Bundesrechnungshofes und eine entsprechende Weisung des Bundesfinanzministeriums.

Bislang hat die BVVG einen Vorwegabzug von 10 Prozent des Verkehrswertes vorgenommen und auf Grundlage dieses verminderten Wertes den Abzug von 35 Prozent ermittelt. Die Begründung war bisher, dass die EALG-Verträge besondere Verpflichtungen des Käufers enthalten, die eine Zweckbindung der erworbenen Flächen sicherstellen sollen. Für diesen Vorwegabzug sah der Bundesrechnungshof nach Informationen der BVVG keine ausreichende Rechtsgrundlage. (ED)

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