ED-Serie Weltagrarhandel: Japan sucht Zukunftsvision

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Japan hat in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts seine Industrie in einer beispiellosen Entwicklung an die Weltspitze katapultiert. Die Landwirtschaft ist unterdessen von Strukturwandel und globalem Wettbewerb unberührt geblieben. Sie wird zunehmend zum Stolperstein in einem Industrieland, dessen Wirtschaft auf der Stelle tritt, schreibt die Agrarzeitung Ernährungsdienst in der ED-Serie zum Weltagrarhandel, die sich in der heutigen Ausgabe Japan widmet. Besonders problematisch sind in Japan die Agrarsubventionen, mit denen das Land eines der Spitzenplätze in den Statistiken der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) einnimmt. Mit hohen Importzöllen schottet Japan seine Landwirtschaft vor Weltmarkteinflüssen ab. Entsprechend groß ist in der laufenden WTO-Runde der Druck von Agrarexportländern. Gleichzeitig gibt es aber auch innerhalb Japans Forderungen, endlich eine Zukunftsvision für die Landwirtschaft zu entwickeln. (db)
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