ED-Serie Weltagrarhandel: Thai Food sucht globale Märkte

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Thailand gehört zu den südostasiatischen Ländern mit dynamischem Wirtschaftswachstum. Die Landwirtschaft ist eine tragende Säule. Thailand ist als einziges Land in der Region bedeutender Nettoexporteur von Agrarprodukten und Nahrungsmitteln, schreibt die Agrarzeitung Ernährungsdienst in der ED-Serie zum Weltagrarhandel, die sich in der heutigen Ausgabe dem Königreich Thailand widmet. Der Staat ist überwiegend ländlich geprägt. Außer der Hauptstadt Bangkok mit mehr als 6 Millionen Einwohnern gibt es keine Millionenstädte. Noch arbeitet etwa die Hälfte der Bevölkerung in der Landwirtschaft, die allerdings nur rund 9 Prozent zum Bruttosozialprodukt des Landes beiträgt. Einen größeren Anteil haben thailändische Nahrungsmittel an den Exporten des Landes.

Insgesamt weist Thailand einen Überschuss in der Agrarhandelsbilanz auf. Das Land steht weltweit an erster Stelle der Reisexportländer. Für den internationalen Markt bedeutend sind außerdem die Exporte von Rohrzucker und Tapiokapellets sowie von Geflügelfleisch. Hinzu kommen tropische Früchte. Schließlich ist Thailand weltweit größtes Exportland für gefrorene Schrimps. Eingebrochen sind dagegen im Jahr 2004 die Exporte von Geflügelfleisch, nachdem die Vogelgrippe sich in Thailand stark ausgebreitet hatte. Bei den Importen fällt vor allem Getreide ins Gewicht. Neben Futterweizen benötigt das Land in größerem Umfang Gerstenmalz. Mit etwa 300.000 t jährlich ist Thailand nach den IGC-Statistiken ein bedeutender Käufer am Weltmarkt, und der Bierverbrauch wächst noch. Bei Mais ist das Land dagegen praktisch Selbstversorger. (db)

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