Prognose

EEG-Umlage könnte leicht sinken

„Die leicht sinkende EEG-Umlage ist vor allem eine Folge des leicht angestiegenen Börsenstrompreises sowie des höheren EEG-Kontostands in den vergangenen Monaten", erläutert Dr. Peter Röttgen, Geschäftsführer des BEE. Die vom Verband bereits im vorigen Jahr vorgelegten Vorschläge, erstens die Industrieprivilegien aus dem Bundeshaushalt zu finanzieren und zweitens die konventionelle Stromerzeugung mit einem CO2-Preis zu belegen und damit die Stromsteuer zu ersetzen, würden sich weiter umlagesenkend auswirken, so Röttgen. Bis zu 1,7 Cent/kWh könnte Strom schon bei einem CO2-Preis von 25 € bei gleichzeitigem Wegfall der Stromsteuer billiger werden.

Dabei setzt sich der CO2-Preis aus der CO2-Steuer in Höhe von 20 € plus dem Emissionshandelswert von 5 €/t Kohlendioxid zusammen. „Die Einführung einer CO2-Bepreisung als Ersatz der Stromsteuer senkt die Differenzkosten zwischen Vergütung und Börsenerlöse und damit die EEG-Umlage, sowohl für Neu- als auch für Bestandsanlagen." Ein CO2-Preis honoriere die Vorteile der klimaschützenden Stromversorgung aus erneuerbarer Energie, schaffe fairere Marktbedingungen und reduziere das Überangebot der konventionellen Stromerzeugung. Erneuerbare Energie trägt laut BEE seit vielen Jahren zu niedrigeren Preisen an der Strombörse bei.

Würden künftig darüber hinaus die Finanzierung der ‚Besonderen Ausgleichsregelung‘ (Industrieprivilegien) in den Bundeshaushalt verlagert, könnte die EEG-Umlage um weitere 1,5 Cent/kWh sinken, rechnet der Verband vor. (Sz)
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