Prognose

EEG-Umlage könnte sinken

Mitte kommenden Monats werden die deutschen Übertragungsnetzbetreiber bekannt geben, welcher Umlagesatz im kommenden Jahr auf die Verbraucher zukommen wird. Im Vorfeld spekulieren Experten darüber, in welche Richtung es wohl gehen wird. Agora Energiewende, ein energiewirtschaftliches Institut und Beratungsunternehmen aus Berlin, rechnet eher mit einem leichten Rückgang des Beitrags, so das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in Münster.

Aus Sicht von Agora könnte die EEG-Umlage ab 2018 in einer Spanne von 6,6 bis 6,9 Cent/kWh liegen. Zu diesem Ergebnis kommen laut IWR die Fachleute auf Basis des aktualisierten EEG-Rechners. Für das Jahr 2019 sei eine Steigerung der EEG-Umlage auf mehr als 7,5 Cent/kWh möglich.

Dr. Patrick Graichen, Direktor von Agora Energiewende, sieht Anpassungsbedarf: „Ein erheblicher Teil der EEG-Umlage besteht aus Kosten, die nicht über die Stromkunden getragen werden müssen - wie etwa die Industrieausnahmen oder die Technologieentwicklungskosten für Offshore-Windkraft und Solarenergie." Eine Reform der Abgaben und Umlagen auf Energie könne dies korrigieren. Das sei eine zentrale Aufgabe der nächsten Bundesregierung. (Sz)
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