Umverteilung

EEG-Umlage soll steigen

Der Berliner Verband erwartet für 2017 eine EEG-Umlage in Höhe von 6,7 bis 6,9 Cent/kWh. „Für die Stromkunden muss eine höhere Umlage nicht zu höheren Preisen führen", erläutert Dr. Hermann Falk, Geschäftsführer des BEE. Die sinkenden Einkaufspreise an der Strombörse würden die EEG-Umlage ausgleichen.

„Die Erneuerbaren Energien werden immer günstiger und diese Kostenvorteile sollen auch stärker bei den privaten Stromkunden ankommen", bekräftigt Falk. Immer weniger stromintensive Unternehmen zahlten die volle EEG-Umlage, von der sie der Gesetzgeber über die Besondere Ausgleichsregelung befreit. Die Subventionierung der stromintensiven Industrie sei jedoch keine Aufgabe der Stromkunden oder des EEG-Kontos. Der BEE plädiert deshalb dafür, die Industrieprivilegien künftig direkt über den Bundeshaushalt zu finanzieren. Damit könne das EEG-Konto um rund 5 Mrd. € entlastet werden.

Der Ansatz des BEE, die Stromsteuer durch eine CO2-Bepreisung fossiler Stromerzeugung zu ersetzen, würde direkt den Kern des bisherigen Ungleichgewichts in der Energieversorgung greifen. „Eine Kohlendioxidbepreisung würde endlich die wahren Kosten zeigen", bekräftigt Falk. Es sei geradezu paradox, dass in Zeiten des Klimawandels und vor dem Hintergrund des Pariser Klimaschutzabkommens eine Endenergiesteuer gleichermaßen auf sauberen wie schmutzigen Strom entrichtet wird. (Sz)
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