Hohe Subventionen für die Stromerzeugung aus Biogas- und Photovoltaik-Anlagen verschlechtern die Wettbewerbsfähigkeit der Tierhaltung. Landwirte in Bayern investieren mehr in Biogas als in Betriebsgebäude. Da Biogas die landwirtschaftlichen Flächen besser verwertet als die Milchviehhaltung oder die Schweine- und Bullenmast, haben sich auch die Investitionsschwerpunkte in der süddeutschen Landwirtschaft spürbar verändert. Nach Angaben der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) haben die bayerischen Bauern im vergangenen Jahr rund 2,5 Mrd. € in Biogas- und Photovoltaik-Anlagen investiert, aber nur 500 Mio. € in landwirtschaftliche Betriebsgebäude. Auf einer gemeinsamen Tagung der Bayerischen Arbeitsgemeinschaft Tierernährung und des Landesarbeitskreises Fütterung Baden-Württemberg in Ulm, prognostizierte Christian Stockinger von der LfL, dass Biogas ab 2012 wegen der geplanten Kürzungen auf Grund der bevorstehenden Novelle des Erneuerbaren-Energien -Gesetzes (EEG) an Wettbewerbsfähigkeit verliert. Auch erwartet der Marktexperte für die kommenden Jahre deutlich steigende Substratkosten. Nach seiner Ansicht führten um 10 Prozent höhere Substratkosten zu einem Einbruch der Gewinne bei Biogas um 30 Prozent. Damit könnte die Tierhaltung wieder attraktiver werden. (HH)     
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