Schlachtvieh

EGO schlachtet weniger

Aufgrund der schwierigen Absatzlage, die nicht immer rentable Schweinemast im Jahr 2015 und auch bedingt durch eine Änderung der Einkaufsmodalitäten hat der EGO-Schlachthof 2016 rund 602.000 Schweine geschlachtet. Das sind sechs Prozent weniger als im Vorjahr. Die der Erzeugergemeinschaft für Schlachtvieh im Raum Osnabrück (EGO) zugehörige Erzeugergemeinschaft für Qualitätsferkel im Raum Osnabrück (EGF) vermarktete 599.593 Ferkel. Das sind etwa zwölf Prozent weniger als 2015. 


Export läuft schlechter
Die zunehmende Kaufzurückhaltung Chinas hat erstmals seit langem wieder zu rückläufigen Schweinefleischexporten aus der EU geführt. Von Januar bis April 2017 wurden knapp 1,29 Mio t Schweinefleisch einschließlich Nebenerzeugnissen aus den Mitgliedstaaten ausgeführt; das waren rund 37 400 t oder 2,8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Eine Ursache ist der starke Rückgang der Lieferungen nach China, die mit 488.500 t um fast 100.000 t kleiner als im ersten Quartal 2016 ausfielen.
„Als Schweinefleischerzeuger stehen wir vor großen Herausforderungen wie dem rückgängigen Schweinefleisch-Konsum in Deutschland bei gleichzeitiger Überproduktion oder den zunehmend protektionistischen Tendenzen einiger Abnehmerländer“, sagte EGO-Geschäftsführer Rudolf Festag auf der heutigen Generalversammlung. 

Der konsolidierte Gesamtumsatz des EGO-Verbundes belief sich im vergangenen Jahr auf rund 155 Mio. € (2015: 160) und lag damit etwa drei Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Die Anzahl der EGO-Mitglieder erhöhte sich hingegen auf 268. Der Unternehmensgewinn lag bei 178.000 €.


Der EGO Verbund blickt aber auf eine positive Entwicklungen für 2017: „Durch unsere klare Differenzierung über Tierwohl- und Fleischqualitäts-Maßnahmen sehen wir den EGO-Unternehmensverbund auf einem guten Weg und erwarten für 2017 eine insgesamt positive Entwicklung“, so Festag. Er bezieht sich damit auf die Einführungs- und Erprobungsphase für die zweite Elektro-Betäubungsfalle am Georgsmarienhütter Schlachthof. An diesem entscheidenden Punkt der Fleischproduktion will das Unternehmen vermehrt ansetzen, um so noch sicherer zu arbeiten und die Qualität zu steigern. (kbo)
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