Der Deutsche Bauernverband (DBV) begrüßt die Aufstockung der EHEC-Entschädigungszahlungen an Landwirte. Dass einige Salatarten weiter von der Entschädigung ausgeschlossen bleiben, wird hingegen bemängelt. Nach der Festsetzung der Entschädigung an Gemüsebauern durch die EU-Kommission fordert der DBV eine zügige Auszahlung der Hilfen in Höhe von 16 Mio. € durch die deutschen Länderbehörden. Der Verband begrüßte die Anhebung des EU-Budgets von 210 auf 227 Mio. €.

Kritik übt der DBV jedoch daran, dass wichtige Salatarten, für die eine Verzehrswarnung ausgesprochen wurde, weiterhin von der Entschädigungsregelung ausgeschlossen bleiben. Dazu gehören Rucola, Chinakohl und Feldsalat. Es ginge nicht an, dass Gemüsebauern bei diesen Kulturen leer ausgingen, weil sie durch behördliche Versäumnisse nicht in den Entschädigungskatalog aufgenommen worden seien, bemängelte der DBV. Produkte wie Zucchini oder Paprika seien dagegen berücksichtigt worden, ohne dass es hierfür eine Verzehrswarnung gegeben habe. Nach Einschätzung des DBV hat sich die Verbrauchernachfrage bei Frischgemüse nach Aufhebung der Verzehrswarnung noch nicht wieder vollständig normalisiert. (az)
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