Die deutschen Landwirte haben Schäden in Höhe von 16 Mio. € durch die EHEC-Krise an die Länderbehörden gemeldet. Von einem weitaus höheren Gesamtschaden geht der Deutsche Bauernverband (DBV) aus. Nach dem Einbruch des Gemüsemarkts infolge der Infektionswelle mit dem EHEC-Erreger wollen deutsche Bauern für Einbußen von 16 Mio. € entschädigt werden. Diese Summe wurde nach Angaben des Bundesagrarministeriums den zuständigen Länderbehörden gemeldet, berichtet LZ-Net. Der Deutsche Bauernverband (DBV) geht von einem tatsächlichen Schaden von etwa 75 Mio. € aus.

Der DBV kritisiert, dass die Schäden der deutschen Gemüsebauern infolge der EHEC-Krise durch die Entschädigungsregelung der EU nur zu einem Bruchteil abgedeckt werden. Bei der nun seitens des Bundeslandwirtschaftsministeriums bei der EU-Kommission angemeldeten Entschädigung in Höhe von 16 Mio. € sei zu beachten, dass die Schäden nur zu 50 Prozent ausgeglichen werden. Allein der bei der EU angemeldete Schaden der deutschen Gemüsebauern betrage deshalb 32 Mio. €, hebt der Verband hervor. Der Verband fordert, dass es nicht zu weiteren Kürzungen der Entschädigungen kommt, falls das geplante EU-Budget von 210 Mio. € überschritten wird. (az)
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