Ägyptische Bockshornkleesamen gelten als mögliche Auslöser für die EHEC-Epidemie in Deutschland. Die zuständigen Behörden haben Maßnahmen eingeleitet. Für den Ausbruch der gefährlichen Darmerkankung EHEC hierzulande sind mit hoher Wahrscheinlichkeit Bockshornkleesaaten aus Ägypten verantwortlich. Das teilten das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), das Robert-Koch-Institut (RKI) und das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) gestern in Berlin mit. Auch die EU-Lebensmittelbehörde (Efsa) sei zu diesem Schluss gekommen.

Die Samen seien über zahlreiche Vertriebswege in viele EU-Länder sowie in Drittstaaten vermarktet worden, erklärte BVL-Präsident Helmut Tschiersky-Schöneburg laut Presseberichten. Aus den kontaminierten Samen seien dann in einem niedersächsischen Gartenbaubetrieb, der im Zentrum der Nachforschungen zur deutschen EHEC-Epidemie stand, Sprossen hergestellt worden. In Deutschland wurde der Verkauf der betroffenen Chargen untersagt. Eine Rückrufaktion ist angelaufen. (az)
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