In einem Bach in Frankfurt a. M. ist am vergangenen Wochenende das aggressive EHEC-Bakterium nachgewiesen worden. Das teilten das Hessische Sozialministerium und das Hessische Agrarministerium in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. Das hessische Gesundheitsministerium rät vom Baden in Bächen und Flüssen ab. Den Anrainer-Betrieben wurde das Wässern und Waschen mit dem Wasser untersagt. Die Gefahr einer Kontamination des Trinkwassers bestehe jedoch nicht.

Bei Kontrollen auf einem Salat eines in der Nachbarschaft befindlichen Hofs in Frankfurt wurde ebenfalls ein EHEC-Keim nachgewiesen. Bei dem Erreger handelt es sich aber nicht um den aggressiven Typ O104:H4, der für das Ausbruchsgeschehen in Norddeutschland verantwortlich ist. Unklarheit herrscht derweil noch über die Ursache der Verunreinigung. Da die Proben in der Nähe einer Kläranlage entnommen wurden, könne nicht ausgeschlossen werden, dass er von dort in das Bachwasser gekommen sei, heißt es von Seiten der zuständigen Ministerien. (az)
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