EP zweifelt an EU-weit korrekter Tiermehlherstellung

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Tiermehl soll in der ganzen EU so lange nicht mehr verfüttert werden, bis seine sichere Herstellung in allen Mitgliedstaaten gesichert sei. Dies forderte das Europäische Parlament (EP) in einer heute verabschiedeten Entschließung. Die Aufbereitung der Rohstoffe unter den seit 1994 vorgeschriebenen 133 Grad Celsius über 20 Minuten unter 3 bar Druck seien noch nicht bei allen Herstellern vorauszusetzen. Außerdem müsse zunächst überprüft werden, ob nirgendwo BSE-Risikomaterialen wie der Schädel von Rindern ins Tiermehl gelange. Solange dürften Tiermehle in keinem Mitgliedstaat noch nicht einmal an Schweine und Hühner verfüttert werden, meinen die Abgeordneten. Eine Entschließung des EP hat keinen gesetzgeberischen Charakter, sondern ist lediglich eine Meinungsäußerung. Die EU-Kommission hat sich gegen ein EU-weites Totalverbot von Tiermehlen ausgesprochen, da es dafür keinen wissenschaftlichen Grund gebe. (Mö)
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