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Gute Absatzchancen für deutsche Milchprodukte in den osteuropäischen EU-Mitgliedsländern sieht der Milchindustrie-Verband (MIV), Bonn. Der Pro-Kopf-Verbrauch in den neuen Mitgliedsländern liege mit durchschnittlich 234 kg um 28 Prozent unter dem Schnitt der EU-15 mit 323 kg pro Jahr. Mittelfristig würden in den neuen EU-Ländern auch der Rückgang der traditionellen Eigenversorgung und die steigende Kaufkraft ins Gewicht fallen, so MIV-Geschäftsführer Michael Brandl. Besondere Nachfrage erwartet der Verband bei innovativen Produkten wie Milchfrischprodukten, Desserts und Milchmischerzeugnissen, die in den neuen EU-Mitgliedstaaten bisher nicht oder nur zum Teil angeboten werden. Dabei ist der polnische Markt aus Sicht des MIV besonders attraktiv. Polen biete deutschen Molkereien günstige Standorte und darüber hinaus die Möglichkeit, über die EU-Grenzen hinweg nach Russland zu exportieren. (ED)
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