EU-Agrarhaushalt profitiert von starkem Dollar

1

Aus dem Haushalt der EU wird weniger Geld gebraucht, um die gemeinsame Agrarpolitik zu finanzieren. Die EU-Kommission hat heute in Brüssel den Bedarf für die Landwirtschaft im Jahr 2001 um 930 Mio. Euro unterhalb ihres Vorentwurfs vom vergangenen Mai festgelegt. Dies ging vor allem auf den starken Dollar zurück, erklärte EU-Haushaltskommissarin Michele Schreyer. Für Exporterstattungen würde weniger Geld gebraucht. Bei ihren aktualisierten Annahmen für den Haushalt 2001 legte die Kommission inzwischen einen Kurs von 1 Euro = 0,91 US-$ zugrunde. Im Mai seien es noch 0,99 US-$ gewesen. Die ständigen Überschüsse im Agrarhaushalt zeigten, dass es möglich wäre, die auf dem Berliner Gipfel beschlossene Budget-Obergrenze abzusenken, betonte Schreyer. Die Kommission hatte im Mai vorgeschlagen, die Obergrenze für die Agrarpolitik um 300 Mio. Euro jährlich zu kürzen und dafür die Budgetgrenze für die Außenpolitik im EU-Haushalt anzuheben. Der Ministerrat lehnte eine Änderung der Berliner Beschlüsse dagegen ab. (Mö)
stats