EU-Agrarminister begnügen sich mit Solidaritätsbekundungen

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Zusätzliche Gelder aus dem EU-Haushalt für die von Seuchen belasteten Landwirte lehnten die europäischen Staats- und Regierungschefs auf ihrem Treffen Ende vergangener Woche in Stockholm ab. Die Staatschefs begnügten sich im Abschlussdokument des Gipfels damit, ihre Besorgnis über die ernste Lage im Agrarsektor Ausdruck zu geben und ihre Solidarität mit den Landwirten zu bekunden. Bundesfinanzminister Hans Eichel erklärte zudem am Rande des Gipfels, er wolle für die Einlagerung von Kuhfleisch im Rahmen des EU-Herauskaufprogramms keine zusätzlichen Mittel aus dem nationalen Haushalt bereit stellen.

Ein Entschluss über die Einrichtung einer europäischen Lebensmittelbehörde solle noch in diesem Jahr getroffen werden, forderten die europäischen Staats- und Regierungschefs. Die Behörde soll mit wissenschaftlicher Beratung zur Nahrungsmittelsicherheit in der EU beitragen. Nach dem Wunsch der Kommission soll sie die Arbeit zu Beginn des kommenden Jahres aufnehmen. (Mö)
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