EU-Agrarminister beschäftigen sich mit dem Wald


Der Agrarrat am kommenden Dienstag in Brüssel hat einen einzigen offiziellen Tagesordnungspunkt: die Koordination der nationalen Forstpolitik zwischen den EU-Mitgliedstaaten. Die Minister sollen sich entscheiden, ob sich auf einer Forstkonferenz im Juni in Oslo mit einer Stimme sprechen wollen. Die Forstpolitik ist bisher allein Angelegenheit der EU-Mitgliedstaaten, weshalb Beschlüsse nur einstimmig gefasst werden können. Um weltweite Abkommen über die nachhaltige Bewirtschaftung von Wäldern hinzubekommen, bietet sich eine bessere Koordination der Europäer an. Weiterhin werden sich die Minister mit einer langen Liste von Themen unter dem Tagesordnungspunkt „Sonstiges" befassen, bei denen keine Entscheidungen fallen. Polen fordert eine Abhebung des Interventionspreises für Getreide von 101 €/t auf 130 €/t. Polen begründet die Forderung mit angestiegenen Betriebsmittelpreisen, die keine kostendeckende Getreideerzeugung mehr zuließen. Außerdem sollen nach Vorstellung von Polen die Quoten für Zucker in der EU um 15 Prozent angehoben werden, um die Versorgung sicherzustellen. Schweden möchte unter „Sonstiges" den Tiertransport ansprechen. (Mö)
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