EU-Agrarminister debattieren über ländlichen Raum

Die EU-Agrarminister treffen sich am kommenden Montag in Brüssel. Ein Thema ist die Entwicklung des ländlichen Raums in der Gemeinschaft. Eine dritte Grundsatzdiskussion über die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ist für den EU-Agrarministerrat am kommenden Montag in Brüssel vorgesehen. Nach den Debatten der Minister über Einkommen im Dezember 2010 sowie über die Umwelt im Januar soll es dann um den ländlichen Raum gehen. In Programmen für die ländliche Entwicklung werden heute schon landwirtschaftliche Betriebe gefördert, die sich im Sektor Tourismus engagieren. Auch nicht-landwirtschaftliche Projekte wie etwa der Radwegbau werden von Förderprogrammen in der 2. Säule der GAP unterstützt. Die Minister werden im kommenden Agrarrat gefragt, wie in ländlichen Regionen Arbeitsplätze geschaffen werden können.

Für EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos kommt es darauf an, die GAP besser in die allgemeine Wirtschaftsstrategie der Kommission einbinden zu können. Zentrale Ziele der EU-2020-Strategie sind ein nachhaltiges Wachstum und Arbeitsplätze. Auf der eher dünnen Tagesordnung sind am kommenden Montag noch die Haltungsbedingungen für Legehennen zu finden. Die EU-Kommission hält an ihrem Ziel fest, dass Legehennen ab 2012 nur noch in erweiterten Käfigen gehalten werden dürfen. Einzelne EU-Mitgliedstaaten fordern dagegen einen längeren Umstellungszeitraum. (Mö)
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