EU-Agrarminister für grünere GAP

Das Ziel der kommenden EU-Agrarreform muss eine umweltfreundlichere Agrarpolitik sein. Die EU-Mitgliedstaaten stimmen am heutigen Donnerstag in Luxemburg der Grundausrichtung des Kommissionsvorschlags zu. In einer ersten Aussprache  kam aber Kritik aus unterschiedlichen Richtungen. Vor allem die sieben Prozent der Ackerfläche, die die Kommission für den Naturschutz stilllegen möchte, stoßen in Deutschland, im Vereinigten Königreich, in der Tschechischen Republik, in der Slowakischen Republik und in Finnland auf Ablehnung. Als Alternative wird von mehreren EU-Mitgliedstaaten ein Ausbau der Agrarumweltprogramme in der 2. Säule der GAP angeboten. Frankreich, Portugal und Finnland sind wie die Kommission für eine „Begrünung" der 1. Säule mit neuen Umweltauflagen, allerdings mit mehr Gestaltungsspielraum für die einzelnen EU-Mitgliedstaaten. Österreich und Bulgarien regten an, die bestehenden Cross Compliance Auflagen auszubauen. Die Minister von Rumänien, Bulgarien, Portugal und Estland forderten im EU-Agrarministerrat eine deutlich schnellere Angleichung der Prämien in der EU. (Mö)    
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