EU-Agrarminister für maßvollen Umgang mit Biomasse

Biomasse aus der Landwirtschaft kann zum Klimaschutz beitragen, darf aber auf keinen Fall in Konkurrenz zur Erzeugung von Lebensmitteln geraten. Es kommt auf einen ausgewogenen Umgang an. Dafür sprachen sich die EU-Agrarminister am Dienstag in Brüssel aus. Es kämen nur Abfälle und Nebenprodukte für die Erzeugung von Biomasse in Frage, betonte EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos. Die Agrarpolitik unterstütze bisher schon die Energiegewinnung durch Biomasse in der 2. Säule der GAP und werde dies in der geplanten Reform auch fortführen. Zudem soll  die Forschung und Innovation ausgebaut werden. Ziel sei es, die vorhandenen Ressourcen in der EU besser auszunutzen. Importe an Energie und Biomasse könnten möglicherweise dadurch ersetzt werden, erklärte der Kommissar. Die Kommission arbeite zurzeit an Kriterien für umfassende Treibhausgasbilanzen von Biomasse. EU-Ratspräsident Marek Sawicki berichtete, alle Minister seien sich einig, dass eine übertriebene Nutzung der Biomasse dem Klima mehr schade als nutze. (Mö)
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