EU-Agrarministerrat: Aigner verlangt weniger Kontrollen

Die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik in der EU soll die Bürokratie nicht weiter aufblähen. Bundesagrarministerin Ilse Aigner legt Vorschläge zur Vereinfachung vor. Vor allem für Kleinlandwirte forderte Aigner zu Beginn des EU-Agrarministerrates am Dienstag in Brüssel großzügige Regelungen, um Kontrollen zu vermeiden. Die von der EU-Kommission vorgeschlagenen Umweltprämien bringen vor allem Kleinbetriebe mit Grünland in Schwierigkeiten, bemängelte die Ministerin. Deshalb müsse es Untergrenzen für kleine Betriebe beim „Greening" geben. Auch die Definition des „aktiven Landwirts" bringe unnötige Verwaltung und Kontrollen mit sich. Auch hier seien vor allem Nebenerwerbsbetriebe betroffen, zumal wenn sie sich weitere Standbeine im Tourismus aufbauten. „Wir können hier unmöglich jedes Mal die Einkommen kontrollieren", betone Aigner und forderte ebenfalls Untergrenzen für kleine landwirtschaftliche Betriebe. Die EU-Kommission hat vorgeschlagen, dass Betriebe mindestens 5 Prozent ihres Gewinns aus der Landwirtschaft erzielen müssen, um Direktzahlungen zu bekommen. (Mö)
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