EU-Agrarministerrat: Ciolos Reformkonzept findet Anklang

Überraschend positiv kommentierten die meisten EU-Agrarminister das Reformkonzept der Kommission. In einer ersten Aussprache am Montag folgte die Mehrheit der Mitgliedstaaten dem Ansatz von EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos. Ciolos fordert eine EU-Agrarreform, um das Wohlwollen in der Öffentlichkeit gegenüber der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) zu verbessern. Nur dann könnten erfolgreich EU-Haushaltsgelder für die Landwirtschaft eingefordert werden, meint Ciolos. Zur Reform soll eine Angleichung der Direktzahlungen in Ost und Westeuropa gehören. Dies wurde auf dem Agrarrat in Brüssel nicht nur von den Ministern der bisher zu kurz gekommen EU-Mitgliedstaaten vehement unterstützt. Auch die "Bessergestellten" wollen mitmachen.
 
Frankreich sei zum Verzicht bereit, betonte der dortige Landwirtschaftsminister Bruno le Maire. Neue Umweltprämien in der 1. Säule der GAP wurden von Dänemark und den Niederlanden begrüßt. Bei der "Orientierung auf die Umwelt" sind auch Deutschland, Österreich, das Vereinigte Königreich, Schweden und andere dabei. Diese Mitgliedstaaten warnen aber vor Bürokratie durch die neuen Umweltprämien und wollen stattdessen die bestehenden Umweltprogramme in der 2. Säule der GAP ausbauen. (Mö)     
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