EU-Agrarministerrat: Mehr Hilfen für Junglandwirte


Die Förderung für Junglandwirte möchten die meisten EU-Mitgliedstaaten ausbauen. Allerdings bleibt umstritten, ob in der 1. Säule oder der 2. Säule der GAP.

Die Altersstruktur der Landwirte sei ein Problem in allen EU-Mitgliedstaaten, betonte EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos am Montag in Luxemburg. Deshalb müsse es überall in der EU eine zusätzliche Förderung in der 1. Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) geben. Sich auf bestehende Fördermaßnahmen in der 2. Säule zu berufen, reiche nicht aus. Ciolos hielt nach der Aussprache fest, dass sich die EU-Mitgliedstaaten nach anfänglicher Kritik dem Vorschlag der Kommission genähert hätten. Allerdings gab es im Rat weiterhin unterschiedliche Meinung darüber, ob die pauschalen Zahlungen in der 1. Säule vorgeschrieben werden oder freiwillig bleiben.

Die deutsche Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner bezweifelte, ob die von der Kommission vorgesehenen 2 Prozent der Direktzahlungen  Junglandwirte zur Übernahme des Betriebes von ihren Eltern bewegen können. Deutschland habe kein grundsätzliches Problem mit der Überalterung, weshalb es keinen Handlungsbedarf auf europäischer Ebene gebe, erklärte Aigner. Ungarn, Spanien, Frankreich, Portugal, Rumänien, Bulgarien, Italien, Lettland, Litauen und Griechenland folgen dagegen dem Kommissionsvorschlag, nach dem in allen Mitgliedstaaten 2 Prozent der Direktzahlungen für Junglandwirte reserviert werden sollen. (Mö)
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