EU-Agrarrat: Bedürftigenhilfe bleibt umstritten

Mit 500 Mio. € aus dem EU-Agrarhaushalt sollen Bedürftige in der EU unterstützt werden. Dies sieht die EU-Kommission vor, die einen überarbeiteten Vorschlag am Montag im EU-Agrarministerrat vorstellte. Trotz einiger Änderungen bleiben Deutschland, das Vereinigte Königreich, die Niederlande, Schweden und Dänemark  bei ihrer Ablehnung. Die Gegner des Vorschlags argumentieren, Hilfen für Arme seien keine Aufgabe der Agrarpolitik und sollen ausschließlich von den EU-Mitgliedstaaten gewährt werden. Während einer Aussprache im EU-Agrarministerrat kritisierten viele  Befürworter der Bedürftigenhilfe, dass die EU-Programme von den Mitgliedstaaten mitfinanziert werden müssen. Gerade ärmere Länder seien damit überfordert. EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos entgegnete, auch private Hilfsorganisationen dürften in seinem neuen Vorschlag die Kofinanzierung übernehmen.  (Mö)   
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