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Die von Deutschland angefachte Debatte um den Milchmarkt steht auf der Tagesordung des EU-Agrarministerrates, der am kommenden Montag in Brüssel stattfinden wird. Beratungen über Gesetze oder gar Entscheidungen stehen nicht an. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner möchte über alle Möglichkeiten sprechen, um die Milchpreise zu stützen. Dazu gehören auch die abgeschafften Verarbeitungsbeihilfen für Butter oder Subventionen für die Verfütterung von Milchpulver. Mit ihrer erneuten Diskussion über die Beibehaltung des Milchquotensystems steht Aigner allein unter ihren Kollegen da. Immerhin hat die tschechische Ratspräsidentschaft den Milchmarkt in den Hauptteil der Tagesordnung gesetzt und nicht unter „Sonstiges“. Zudem wird EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel ihre Pläne zur Vereinfachung der GAP vorstellen. Unter dem Punkt „Sonstiges“ geht es am Montag unter anderem um den Schweinefleischmarkt, um gentechnisch veränderte organismen (GVO) und um die Bodenrahmenrichtlinie. (Mö)
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