EU-Beitritt: Verarbeitungsbetriebe brauchen noch mehr Zeit


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Mehr Schlachthöfe und Molkereien als bisher geplant brauchen in den beitretenden Ländern eine Übergangszeit, um sich an die EU-Standards anpassen zu können. Die EU-Kommission hat am Donnerstag in Brüssel die Liste der Betriebe mit Übergangszeit in den zehn neuen EU-Mitgliedstaaten von bisher 730 auf 1.006 verlängert. Die aufgelisteten Molkereien und Schlachthöfe dürfen ihre Produkte nur im eigenen Land und noch nicht auf dem EU-Binnenmarkt verkaufen. Die Kommission lobte trotz der erhöhten Anzahl der noch nicht EU-bereiten Betriebe die Fortschritte in den Beitrittsländern. Von den 12.000 Lebensmittelbetrieben bräuchten lediglich 1.006 oder 8 Prozent noch etwas Zeit. Das seien nicht viele, erklärte eine Kommissionssprecherin.

Zudem ginge es nicht direkt um Hygienestandards. Gesundheitlich sei die Ware aus diesen Betrieben unbedenklich. Die aufgelisteten osteuropäischen Schlachthöfe und Molkereien müssten zumeist einige Umbauten vornehmen, wie zum Beispiel getrennte Lagerräume für verschiedene Tierarten oder Einkacheln der Wände. Für Lebensmittelimporte aus Drittländern hat die Kommission in dieser Woche eine Reihe von Kontrollstellen in den zehn Beitrittsländern genehmigt. Es sollen noch weitere hinzu kommen, die bisher noch nicht die notwendigen Voraussetzungen an Personal und sonstiger Ausstattung erfüllen. (Mö)

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